Fragen & Antworten

Was geschieht, wenn sich im Verlauf einer 24 Stunden Betreuung etwas verändert, z.B. Sie anstatt einer Haushaltshilfe eine Pflegekraft benötigen?
Das stellt für uns kein Problem dar, wir stehen Ihnen als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Da 2gether im ständigen Kontakt mit den Firmen in Polen steht und mit der Landessprache vertraut ist, können wir somit schnellstens Angleichungen vornehmen.

 


Wie sieht es rechtlich für Sie aus, wenn Sie die Betreuung/Pflege einer polnischen Arbeitskraft in Anspruch nehmen?
Für Sie ist es vollkommen legal, dadurch dass die polnischen Arbeitskräfte in Polen bei einer Firma angestellt sind. Bei dieser Firma sind die Pflegekräfte angemeldet und selbstverständlich auch versichert. Somit sind Sie lediglich Auftraggeber und nicht Arbeitgeber.

 


Wie lange dauert es, bis eine polnische Pflegekraft ihre Arbeit aufnehmen kann?
Bis eine Pflegekraft/Haushaltshilfe ihre Arbeit bei Ihnen aufnehmen kann, vergehen 5-7 Tage, bei guten Bedingungen kann es auch schon nach 3 Tagen soweit sein. Die Ursache dafür ist, dass einige Formalitäten vor Auslandsentsendung geregelt werden müssen, wie z.B.:
- Meldung der Sozialversicherung
- Bestätigung der Meldung, das Formular A1
- Versendung der Unterlagen Natürlich müssen die jeweiligen Pflegekräfte auch das private Umfeld darauf vorbereiten und ihre Abreise nach Deutschland zu Ihnen organisieren.

Wie kann man überprüfen ob die Pflegekraft legal in Deutschland arbeitet?
Das Formular A1 (Entsendeausweis) und eine Europäische Versichertenkarte müssen vorhanden sein. Diese Formulare überprüft der Zoll auf der Suche nach illegalen Arbeitskräften.

Kommt immer das gleiche Personal in den Haushalt?
In der Regel ist es so organisiert, dass die Betreuungskraft einen Vertrag von 12 Monaten unterschreibt, welcher jederzeit verlängert werden kann. Meistens wechselt sich die Betreuungskraft dann mit einer anderen Dame, die wir zusammen aussuchen, im 2-3 Monatswechsel ab. Da die meisten unserer Betreuerinnen und Betreuer zu Hause Familie haben, ist es für Sie sehr wichtig nach 2-3 Monaten Arbeit in Deutschland nach Hause zu fahren. Manche Betreuuer arbeiten länger am Stück. Ob das gleiche Personal ein zweites Mal in Ihren Haushalt kommt hängt auch davon ab ob die Chemie stimmt.

Wie sind die Sprachkenntnisse?
Die Pflegekräfte sind eingestuft in:
- sehr gut / gut
- gut / durchschnittlich
- durchschnittlich / schwach
- sehr schwach

Kann und darf ich eine Mitarbeiterin zu anderen Tätigkeiten direkt beauftragen?
Auf keinen Fall - das ist verboten und es kann zu einer unerlaubten Beschäftigung von Ausländern führen. Das entsendete Personal unserer Partnerfirmen hat daher die Anweisungen erhalten, sich an die zuvor festgelegten Tätigkeiten zu halten und keine weiteren Aufgaben wahrzunehmen, ohne diese von Ihrer Firma aus dem EU- Ausland vorher angeordnet zu bekommen.

Sollten jedoch Änderungen notwendig werden - setzen Sie sich bitte zunächst mit uns in Verbindung - wir können die notwendigen Angleichungen oder auch Änderungen schnell und legal veranlassen.

Dies dient zu Ihrem Schutz, zum Schutz des ausländischen Dienstleistungsunternehmens und dem entsendeten Personal aus dem EU-Ausland sowie auch zu unserer Sicherheit.

Daher erwarten wir von Ihnen - keine solche Änderung selbsttätig vorzunehmen. Unser guter Ruf ist uns sehr wichtig. Haben Sie deshalb Verständnis - wenn wir bei solchen Vorkommnissen gezwungen sind, über unser jeweiliges Partnerunternehmen eine Kündigung des bestehenden Vertrages und eine umgehende Aufhebung der Betreuung zu bewirken. Das Ergebnis wäre dann - dass Sie wieder keine Betreuung - und wir einen Kunden verloren hätten.

Arbeiten die Pflegekräfte wirklich 24 Stunden?
Nein.
Die von uns vermittelten Pflegekräfte aus Polen leisten eine sehr anstrengende Arbeit. Sie müssen sich ausruhen wie jeder Mensch und brauchen auch Zeit für sich, (Kontakt zu anderen, Freizeit). Die Haushaltshilfen, Pflegekräfte, Altenpflegerinnen und Krankenschwestern aus Polen unterliegen in ihrer Ausübung polnischem Recht, da sie in Polen bei einer polnischen Firma angestellt sind. Nach polnischem Recht gilt als Maximalarbeitszeit 40 Stunden wöchentlich. Wir von Seniorenbetreuung 2gether bitten dringend, dies zu beachten.

Die Kräfte sind natürlich vor Ort rund um die Uhr anwesend und können, sofern ein Notfall eintritt, eingreifen und Weiteres veranlassen, was Ihnen 24 Stunden Sicherheit gibt.

Was geschieht wenn ich das Personal nicht mehr benötige?
Kein Problem - Flexibilität muss sein, denn es kann sich vieles in kurzer Zeit verändern. Ein längerer Krankenhausaufenthalt steht an, die Situation erfordert dringend ein Pflegeheim in Zukunft oder sogar ein Todesfall tritt ein.

Bei einem Krankenhausaufenthalt, der länger als 14 Tage dauert, fährt die Betreuung nach Hause bis die zu betreuende Person aus dem Krankenhaus entlassen wird. In dieser Zeit, in der die Betreuerin in Polen ist, zahlen Sie natürlich nicht für die Dienstleistung!

Wir haben hierbei keinerlei weitere Bedingungen wie z.B. "...zum Quartalsende" oder "...Probezeit 14 Tage", und hinterher steckt man fest im Vertrag, Sie können jederzeit Kündigen.

Ein Todesfall bedingt die automatische Kündigung mit einer Frist von 7 Tagen. Wir bitten Sie jedoch darum uns dieses schwere Ereignis so schnell wie möglich mitzuteilen.

Anstatt drei Pflegestufen ab 2017 fünf Pflegegrade – durch neues Prüfverfahren
Durch das neue Prüfverfahren werden Gutachter des  (MDK) oder anderer Prüforganisationen ab 2017 alle neuen Antragsteller auf Pflegeleistungen persönlich anhand eines Fragenkatalogs auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit hin überprüfen. Entsprechend des Gutachtens entscheidet dann die zuständige Pflegekasse, ob sie ihrem Versicherten einen Pflegegrad zubilligt oder seinen Antrag ablehnt.

Was sind Pflegegrade?
Durch die Pflegereform 2016/2017 werden die gesetzlich festgelegten Pflegestufen 1, 2 und 3 in die neuen Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 geändert. Diese Änderung ist in § 140 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) verankert.
Ab 2017 werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wie Demenzkranke, längerfristig psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte nach ihrer vorhandenen Selbstständigkeit in fünf Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 eingestuft und enthalten dadurch entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die drei Pflegestufen sowie die Anerkennung von eingeschränkter Alltagskompetenz z. B. von Demenzkranken („Pflegestufe 0“) werden somit durch die Pflegegrade ersetzt.
Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit 
Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit 
Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit 
Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit 
Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Warum ab 2017 Pflegegrade statt Pflegestufen?
Lange Zeit wurden durch die deutsche Pflegeversicherung viele Menschen hauptsächlich mit Demenz benachteiligt, die körperlich meist noch gesund sind, aber dennoch Betreuung, Unterstützung und Zuwendung brauchen. Sie erhielten weniger oder vor 2012 so gut wie keine Leistungen von ihren Pflegekassen.
Der Grund: In erster Linie erfuhren körperlich erkrankte Versicherte jeden Alters Unterstützung von der Pflegeversicherung. Denn nur bei körperlichen Erkrankungen und dementsprechend notwendigen Pflegehilfen bei Körperpflege, Ernährung und Bewegung durften die Pflegekassen bislang die Pflegestufen 1, 2 oder 3 und die damit verbundenen Pflegeleistungen genehmigen. Schrittweise hat der Gesetzgeber seit 2012 daher immer mehr Pflegeleistungen für Demenzkranke und andere Menschen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz wie psychisch Kranke oder geistig Behinderte eingeführt.
Das Pflegestärkungsgesetz II bringt ab 2017 endlich eine Gleichstellung von demenzkranken und körperlich erkrankten Pflegebedürftigen: Somit werden Demenzkranke und körperlich Pflegebedürftige, die den gleichen Pflegegrad erhalten und dadurch ähnlich selbstständig oder unselbstständig eingeschätzt werden, Anspruch auf die gleichen Leistungen ihrer Pflegekassen haben.

Wie erhalten Pflegebedürftige einen Pflegegrad?
Menschen, die zum ersten Mal 2017 einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse stellen:
Wer zum erstenmal 2017 einen Antrag auf Pflegeleistungen bei seiner Pflegekasse stellt, wird nach dem neuen Prüfverfahren NBA („Neues Begutachtungsassessment“) persönlich begutachtet. Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) und anderer Dienste ermitteln dabei, bei gesetzlich Versicherten oder die Medicproof GmbH bei privat Versicherten den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit und empfehlen einen Pflegegrad, in diesen der Versicherte dann eingestuft werden soll. Letztendlich entscheidet die Pflegekasse des Antragstellers über die Genehmigung eines Pflegegrades und der damit verbundenen Pflegeleistungen.
Menschen, die seid 2016 bereits eine anerkannte Pflegestufe haben:
Wer schon im Jahr 2016 bereits eine anerkannte körperliche Pflegebedürftigkeit hat (Stufe 1, 2 oder 3) oder wer eine anerkannte eingeschränkte Alltagskompetenz (sog. „Pflegestufe 0“) hat, wird 2017 nicht neu begutachtet.
In der folgenden Tabelle werden anerkannte Pflegestufen dann automatisch in die neuen Pflegegrade umgewandelt.

Hauptleistungsbeträge in Euro:

Pflegegrad PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Geldleistung ambulant 125* 316 545 728 901
Sachleistung ambulant   689 1298 1612 1995
Leistungsbetrag stationär 125 770 1262 1775 2005

 

 

 

 

 

 

 

* als Geldbetrag, der für die Erstattung der Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu Verfügung steht.